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	<title>Von wegen Weisheit</title>
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	<description>Soffis wunderbare Welt der Weisheit</description>
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		<title>Von wegen Weisheit</title>
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		<title>Berlin ist ein Brett</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2007 15:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit meinem Schrankteil, das war so.
Ich frisch eingezogen und will nach siebenmonatiger Abstinenz wieder einen Kleiderschrank haben. Wieder sagen können: ich weiß nicht, was ich anziehen soll. Typisch Frau eben. Aber wer macht nicht mit? Genau, mein Kleiderschrank, der auf den wunderschönen Namen &#8222;Aspelund&#8220; hört. Das Ikeaprodukt macht nicht mit, weil ihm ein Teil fehlt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=126&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p ALIGN="left">Mit meinem Schrankteil, das war so.</p>
<p ALIGN="left">Ich frisch eingezogen und will nach siebenmonatiger Abstinenz wieder einen Kleiderschrank haben. Wieder sagen können: ich weiß nicht, was ich anziehen soll. Typisch Frau eben. Aber wer macht nicht mit? Genau, mein Kleiderschrank, der auf den wunderschönen Namen &#8222;Aspelund&#8220; hört. Das Ikeaprodukt macht nicht mit, weil ihm ein Teil fehlt. Die linke Flanke, um genau zu sein. Erst Verwirrung, dann Verzweiflung. Wohin kann eine 200 mal 50cm große Schrankwand schon hin verschwinden? Vielleicht in dem Keller vergessen, in dem Aspelund in den letzten Monaten sein Dasein gefristet hat?</p>
<p>Abends besuche ich eine Designausstellung. Man ist ja in Berlin, man braucht ja junge Kunst.  Doch zwischen Röhrenringeljeans, einem aufblasbaren Antikriegspanzer und Fußballtischtennisplatten geht mir Aspelund und sein fehlendes Seitenteil nicht aus dem Sinn. Da bin ich seit 2 Tagen wieder in Berlin und habe schon etwas verloren. Nicht sehr vielversprechend.</p>
<p>Später am Abend, starker Regen. Die Straßenbahn ist voll. Fahrradschiebende Stylo-Punker, deren Frisur nicht nass werden soll. Der Klischee-Kampfhund ist nicht dabei. Man trägt viel Kajal, hier oben am Prenzlauer Berg. Je weiter die Tram fährt, desto weniger Kajal ist zu sehen. Dafür nimmt die Lidltütendichte zu. Wie auch der Biergeruch.</p>
<p>Ich kehre zum Tatort zurück, da, wo Aspelunds Seitenteil zum letzten Mal gesehen wurde. Und ich traue meinen Augen nicht: gegenüber des Hauseingangs, an die Wand gelehnt, steht es. 200 mal 50cm Ikeafurnierholz, ganz nassgeregnet. Glücklicherweise nicht mit Grafitti besprüht und augenscheinlich auch von keinem Kampfhund angekackt. Ein kleines Wunder in Berlin.</p>
<p>Es ist 22:30 Uhr und ich und Aspelunds Seitenteil feiern unser Wiedersehen. Dann fahren wir zusammen U-Bahn und erregen Aufsehen. Aber nur ein ganz kleines bißchen. Das letzte Stück müssen wir wieder laufen. Es regnet immer noch, aber es ist trotzdem warm. Es riecht nach nasser Sommerstadt. Fast möchte ich meine Schuhe ausziehen und auf den Pflastersteinen der Tageswärme nachspüren. In einer Eckkneipe freut sich eine Menschentraube über Bier und Bionade und auf den Feiertag. Vom Inder nebenan wehen Gerüche herüber, die Erinnerungen wecken. Aber nur eine leise Sehnsucht. Da merke ich, durchnässt und mit einem großen Brett unterm Arm mitten auf der Straße stehend, dass ich angekommen bin. Da, wo ich hinwollte.</p>
<p>Vor lauter Freude darüber trägt sich Aspelunds Flanke ganz leicht. Trotzdem bringen wir uns in der Postbank-Filiale noch in eine peinliche Situation, nämlich eingekeilt zwischen Geldautomat und Tür. Es geht nicht weiter. Ein blondierter Anzugträger, so ein sympathischer Mitte-Schnösel, hilft uns aus der Patsche. &#8222;Gerade eingezogen?&#8220; fragt er, ich nicke. Er: &#8222;Na dann einen schönen Feiertag. Und willkommen in Berlin. Sie mit ihrem Brett.&#8220;</p>
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		<title>Culture Shock reversed</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2007 09:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeinkram]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 03. Mai, 7:10 Uhr &#8211; Innerer Monolog
So, what&#8217;s going on here? Habe heute morgen noch keine Kuh gesehen. Ganz schön sauber hier. Man könnte Daal Bhat vom Boden essen. Aber wo sind denn alle? Es ist so leer. Vielleicht ein Feiertag? Oder Bandh? Warum hupt denn niemand? Irgendwie&#8230;bin ich geschrumpft oder warum sind auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=119&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Donnerstag, 03. Mai, 7:10 Uhr &#8211; Innerer Monolog</p>
<p>So, what&#8217;s going on here? Habe heute morgen noch keine Kuh gesehen. Ganz schön sauber hier. Man könnte Daal Bhat vom Boden essen. Aber wo sind denn alle? Es ist so leer. Vielleicht ein Feiertag? Oder Bandh? Warum hupt denn niemand? Irgendwie&#8230;bin ich geschrumpft oder warum sind auf einmal nicht mehr alle kleiner als ich? Und wo sind die Berge hin? Weird. Toilette zum Sitzen&#8230;eine Rolltreppe&#8230;Passkontrolle, aber klar doch. Also mein Visum ist gültig bis zum&#8230;wie, ich kann einfach durch? Da wackel ich doch zufrieden mit dem Kopf. Warum schaut der Herr in beige so komisch? Hm, vielleicht hat er Magenprobleme. Oh, ich glaube, das ist mein Rucksack. Schon da, das ging aber schnell. Und jetzt&#8230;Taxi? Von hier nach Lorsbach, vielleicht 300 Rs.? Äh&#8230;Dai?!? Da winkt jemand&#8230;die kenne ich! Die ist mit mir verwandt! Die nimmt mich mit! Sie fährt zwar auf der falschen Seite, aber dafür kann man in dem Auto die Beine ausstrecken. Und kann die schnell fahren! Ok, sind ja auch keine Lastwagen da, keine Rikschas, keine Tuk-Tuks, keine Baugruben, Überschwemmungen oder Wasserbüffel. Was sagt denn der Meter? HR3? Was soll das denn sein? Man wird auch immer übers Ohr gehauen. Sogar zu Hause. ZU HAUSE! Mensch, ich bin wieder da. Namaste German(y).</p>
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		<title>Bauplaene</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 10:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich mal ein Haus baue, dann soll es aus weissem Mamor sein. Mit mehrfarbigen Einlegarbeiten aus Halbedelsteinen. Und vier eleganten Minaretten drumherum. Ach ja, die grosse Kuppel oben drauf darf natuerlich nicht fehlen. Kostenpunkt: 80 Millionen Dollar. Pfffff&#8230;.und der Traum zerplatzt.
Dabei haette ich so gerne mein eigenen Taj Mahal. Es ist aber auch einfach [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=115&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/img_5085.jpg" title="Taj"><img vspace="10" align="left" width="300" src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/img_5085.jpg?w=300&#038;h=200" hspace="10" alt="Taj" height="200" style="width:300px;height:200px;" /></a>Wenn ich mal ein Haus baue, dann soll es aus weissem Mamor sein. Mit mehrfarbigen Einlegarbeiten aus Halbedelsteinen. Und vier eleganten Minaretten drumherum. Ach ja, die grosse Kuppel oben drauf darf natuerlich nicht fehlen. Kostenpunkt: 80 Millionen Dollar. Pfffff&#8230;.und der Traum zerplatzt.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/img_5099.jpg" title="Taj"></a>Dabei haette ich so gerne mein eigenen Taj Mahal. Es ist aber auch einfach zu schoen. Waehrend unseres gesamten Aufenthalts in Agra haben wir das Taj wie hypnotisiert angestarrt, haben mit Taj-Blick gefruehstueckt und zu Abend gegessen, haben ohne mit der Wimper zu zucken 100 Rs mehr fuer einen Raum mit Taj-Blick bezahlt, damit wir schon morgens beim Zaehneputzen unserer neuen Lieblingsbeschaeftigung nachgehen konnten. Das Taj macht suechtig. Ich frage mich, ob man bei einem laengeren Aufenthalt Genickstarre bekommt.</p>
<p>Auch wenn es sich das kitschig anhoert, muss ich einfach mal sagen, dass das Taj Mahal in Agra locker das schoenste Gebaeude ist, dass ich je gesehen habe. Die wohl treffenste und sentimentalste Beschreibung, in jeden Reisefueher zu finden, stammt von dem indischen Dichter Rabindranath Tagore: &#8222;eine Traene auf dem Antlitz der Ewigkeit&#8220;  Wenn man davor steht, klingt das gar nicht mehr uebertrieben. Das Taj ist einfach perfekt. Die Proportionen, das Spiel mit Formen und Mustern, simpel und gleichzeitig genial verschachtelt. Das gesamte Gebaeude steht auf einem grossen Podest (100m x 100m), so dass man hinter dem Taj nur den Himmel sieht und sonst nichts. Der weisse Mamor leuchtet in der Sonne, dass es blendet, im Abendlicht hat er zuerst eine cremige, dann eine blaeuliche Farbe.</p>
<p>Nur der knurrende Magen hat uns davon abgehalten, bis zum Schluss zu bleiben. Natuerlich hatten wir nichts zum Essen dabei, im Gegensatz zu den indischen Grossfamilien, die ungeniert mit ihren Chapati-Tonnen durch den Garten schlenderten. Und die uns alle mit auf ihren Familienfotos haben wollten. Das mache ich auch mit dem naechstbesten Inder, den ich am Brandenburger Tor sehe. Anschliessend zerre ich ihn in den Souveniorshop meines Bruders/Vaters/Cousins &#8211; &#8222;very cheap price, sir!&#8220;.</p>
<p>Das besondere am Taj Mahal ist, dass es keinen Zweck erfuellt. Es ist einfach nur da und ist schoen. Gebaut wurde es 1631 bis 1648 von Grossmogul Shah Jahan als Grabmahl fuer seine zweite Ehefrau, Mumtaz Mahal. Als diese nach der Geburt des gemeinsamen 14. Kindes starb, war Shah Jahan so traurig, dass er sich nur mit dem Klischee zu helfen wusste, ueber Nacht zu ergrauen. Und eben das Taj Mahal zu errichten. 20.000 haben daran gearbeitet. Wahrscheinlich ging es dabei nicht wirklich um den Schmerz ueber den Verlust einer grossen Liebe. Shah Jahan hatte einfach nur ein verdammt grosses Ego.</p>
<p>Ich hab kein so grosses Ego. Und nicht die entsprechenden Mittel. Dann eben kein weisser Mamor mit Halbedelsteinen. Vielleicht einen Gipsabguss fuer den Garten oder so.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/115/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=115&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Ganges View</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2007 10:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stufen sind von der Hitze des Tages noch so warm, dass man kaum darauf sitzen kann. Ich schluerfe den Saft aus meiner kokosnussartigen Frucht, der irgendwie seltsam schmeckt, aber erfrischend ist. Es ist halb neun und immer noch sehr heiss. Der Schweiss laeuft. Vor mir steht eine schneeweisse Kuh und weiss nicht so recht, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=114&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/471099099_8ced251573.jpg" title="Ganges View"><img vspace="10" align="left" width="273" src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/471099099_8ced251573.jpg?w=273&#038;h=198" hspace="10" alt="Ganges View" height="198" style="width:273px;height:198px;" /></a>Die Stufen sind von der Hitze des Tages noch so warm, dass man kaum darauf sitzen kann. Ich schluerfe den Saft aus meiner kokosnussartigen Frucht, der irgendwie seltsam schmeckt, aber erfrischend ist. Es ist halb neun und immer noch sehr heiss. Der Schweiss laeuft. Vor mir steht eine schneeweisse Kuh und weiss nicht so recht, ob sie weiter einfach nur im Weg herumstehen oder den schmaechtigen Inder treten will, der ihr mit einem Stoeckchen in den knochigen Hintern piekt.</p>
<p>Ich wuerde gerne in den Ganges springen, um mich abzukuehlen, aber ich weiss, dass das Wasser erstens bruhwarm und zweitens annaehernd toxisch ist. Mehrere Fabriken leiten ihr giftiges Abwasser ungehindert in den heiligsten Fluss Indiens. Die Anwohner sind ebenfalls nicht zimperlich mit der Entsorgung ihres Abfalls. Der Dreck scheint sie auch nicht wirklich zu stoeren. Sie baden sich und waschen ihre Kleider im Ganges. Es gibt sogar einen Schwimmclub in Varanasi. Heiliges Wasser ist nun mal heiliges Wasser.</p>
<p>Am Flussufer ist die Abend-Pooja in vollem Gange. Kleine Schreine mit Gottheiten stehen auf erhoehten Podesten. Priester in goldenen Gewaendern vollfuehren rituelle Gesten, schwingen Fackeln, singen und produzieren Rauschschwaden. Eine grosse Menschenmenge hat sich am Ufer versammelt und sieht zu, haelt ein Abendschwaetzchen, trinkt Tee, knabbert Kartoffelsnacks, piekst Kuehe, nervt schwitzende Touristen oder nimmt ein abendliches Bad. Die Szene ist in warmes Licht getaucht umd es herrscht eine lebendige und spirituelle Athmosphaere.<br />
Varanasi (auch: Benares) ist ein jahrtausendealtes Pilgerzentrum und wahrscheinlich die heiligste Stadt des Subkontinents. Mehr als eine Million Pilger kommen jedes Jahr, in der Mehrheit Hindus, aber auch fuer Buddhisten und Jains ist Varanasi wichtig. Im Mittelpunkt steht der Fluss, dessen Wasser von Suenden befreit. Wer in Varanasi stirbt und verbrannt wird, entgeht der Wiedergeburt. Das Flussufer ist von Tempeln und Ghats &#8211; ausladenden Stufen, die zum Wasser fuehren &#8211; gesaeumt. In den fruehen Morgen- und Abendstunden wird die Pooja &#8211; ein Gebetsritual &#8211; zelebriert, mit viel Pomp und Brimborium oder sehr persoenlich und individuell. Kleine Teller mit Blumen und einer Kerze treiben dann auf dem heiligen Wasser&#8230;<br />
Eine reich geschmueckte Inderin unterbricht meine Gedanken. Sie haelt mir ihren nackten, wohl genaehrten Saeugling entgegen, und will, dass ich ihn halte, waehrend sie ein Foto von mir macht. Ich bin etwas verwirrt und lehne dankend ab. Ich will eigentlich nicht in fremden Familienfotoalben vergilben. Und irgendwann fragt der erwachsene Wonneproppen seine Eltern, warum sie eigentlich damals dieses schreckliche Foto mit der verschwitzten Europaerin gemacht haben&#8230;<br />
Auch Kerstin hat inzwischen Gesellschaft bekommen. Ein achtjaehriger Geschaeftsmann mit Schlaghose und halboffenem Hemd will ihr einen Henna-Malkasten andrehen. Kerstin sagt, dass sie keine Ahnung hat, was sie damit anfangen soll. Der Junge malt ihr fix eine kleine Blume auf die Hand. Kerstin wird langsam aber sicher schwach, nicht, weil die Blume so schoen ist, sondern weil der Junge einfach clever mit seinem Laecheln blitzt. Am Ende ist sie um 100 Rs aermer und einen Henna-Malkasten reicher. Der Junge strahlt. Seine Kumpels riechen fette Beute und wollen, dass ich auch etwas kaufe. Waere ja nur fair. Da ploetzlich hat die Kuh eine Entscheidung getroffem und hievt mit einem volltoenenden Muhen ihren Koerper die Treppen hoch.<br />
Wir treffen auch eine Entscheidung und hieven &#8211; ohne Muhen &#8211; unsere nicht ganz so schwabbeligen aber doch sehr mueden Koerper in Richtung Guest House. Morgen frueh wartet eine Bootsfahrt auf dem Ganges. Hoffentlich fallen wir nicht rein. Da will ich doch lieber meine Suenden behalten&#8230;schliesslich gibt es andere Mittel und Wege, sie los zu werden.</p>
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		<title>Oh, Calcutta&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2007 11:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Kalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Seine&#8230;&#8220; heisst es in einem Schlager von 1959. Zwar geht es in darin weniger um einen angemessenen Staedtevergleich, sondern vielmehr um  eine gewisse Madelaine (reimt sich auf Seine), aber die Assoziation von Kalkutta mit Paris ist gar nicht mal so abwegig. Kalkutta &#8211; oder Kolkata, wie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=112&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/466010703_78f34c57dd.jpg" title="Bullen in White"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/466010703_78f34c57dd.jpg?w=193&#038;h=255" alt="Bullen in White" align="left" height="255" hspace="10" vspace="10" width="193" /></a>&#8222;Kalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Seine&#8230;&#8220; heisst es in einem Schlager von 1959. Zwar geht es in darin weniger um einen angemessenen Staedtevergleich, sondern vielmehr um  eine gewisse Madelaine (reimt sich auf Seine), aber die Assoziation von Kalkutta mit Paris ist gar nicht mal so abwegig. Kalkutta &#8211; oder Kolkata, wie es seit 2000 korrekt heisst &#8211;  ist moeglicherweise die europaeischste Stadt Indiens.</p>
<p>Steht man am Victoria Memorial, einem britischen Prunkdenkmal, das aussieht wie eine Mischung aus Taj Mahal und St. Paul&#8217;s Cathedral, umgeben von gepflegten Rasenflaechen und Teichen,  sieht nicht weit davon den Ganges glitzern und die Spitzen einer neogotischen Kirche hinter Baeumen hervorlugen, dann braucht man nicht viel Phantasie um sich nach London zu versetzen. Dann ist der Ganges die Themse. Das europaeische Vermaechtnis ist ueberall zu sehen, mal hervorragend in Schuss, mal nur noch als Erinnerung an vergangene Pracht. Ende des 17. Jahrhunderts haben die Briten die Stadt als Handelsposten gegruendet und sie spaeter zu ihrer Hauptstadt in Britisch-Indien erkoren. Erst 1911 wurde der Sitz der Regierung nach Delhi verlegt.</p>
<p>Das Klima in Kolkata ist natuerlich nicht gerade europaeisch. Es ist so heiss, dass selbst die Steine und Fossilien im Indischen Museum zu schwitzen scheinen und die Verkehrspolizisten mit Sonnenschirmen herumlaufen. Auch die offensichtliche und jaemmerliche Armut auf den Strassen erinnert daran, dass Indien trotz sensationeller Entwicklung immer noch ein armes Land ist. Menschen liegen ohne Kleidung auf den verschmutzten Strassen, waehrend Passanten ueber sie hinwegsteigen. Bettelnde Behinderte, Frauen und Kinder sind allgegenwaertig.</p>
<p>Kalkutta liegt am Ganges, Kathmandu liegt am Bagmati&#8230;abgesehen vom Anfangsbuchstaben haben die beiden Staedte aber wenig gemeinsam. Im Vergleich zu Kolkata ist Kathmandu geradezu provinziell und rueckstaendig. Waehrend Tempelarchitektur in Kathmandu eine Zeitreise in die Vergangenheit ermoeglicht, sind in Kolkata die Zeichen der globalen Moderne nicht zu uebersehen. Glitzernde Shopping Malls, McDonalds und Pizza Hut, I-Pod-Kopfhoerer in den Ohren der jungen und stylischen Inder, eine Internetverbindung, die den Namen verdient und eine Telefonverbindung ohne 3 Sekunden Verzoegerung &#8211; fuer die Nepalreisenden war die Ankunft in Kolkata wie eine kleine Rueckkehr in die Zivilisation. Man moechte sich fast aergern, dass man sich wegen des McDonald&#8217;s Logos ein bisschen wie zu Hause fuehlt. Aber dann gesteht man sich zaehneknirschend ein, eben ein Globalisierungskind zu sein. Und man kauft westbengalische Suessigkeiten in der Bude um die Ecke, um dem Global Player ein Schnippchen zu schlagen, auch um den Preis eines Zuckerschocks.</p>
<p>Oh, Calcutta&#8230;ich koennte noch ein Weilchen bei Dir bleiben, aber Varanasi ruft&#8230;</p>
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		<title>Sonnenaufgang Nr. 3</title>
		<link>http://vonwegenweisheit.wordpress.com/2007/04/17/sonnenaufgang-nr-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 10:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Kathmandu]]></category>

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		<description><![CDATA[Man koennte meinen, wir haetten schon genug Sonnenaufgaenge im Gebirge gesehen &#8211; aber alle guten Dinge sind schliesslich drei, und so wussten wir in Darjeeling nichts anderes mit uns anzufangen, als um 4 Uhr morgens in einen Jeep zu klettern um von 2200m auf 2600m in die Hoehe gekarrt zu werden und dort mit einem pappsuessen Tee [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=110&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/456336827_1c123e70e1.jpg" title="Poon Hill"></a>Man koennte meinen, wir haetten schon genug Sonnenaufgaenge im Gebirge gesehen &#8211; aber alle guten Dinge sind schliesslich drei, und so wussten wir in Darjeeling nichts anderes mit uns anzufangen, als um 4 Uhr morgens in einen Jeep zu klettern um von 2200m auf 2600m in die Hoehe gekarrt zu werden und dort mit einem pappsuessen Tee in der Hand und einem kleinen Kreis von ca. 500 anderen auf die Sonne und vor allem den Mount Everest zu warten. Angeblich sieht man den von Darjeeling aus. Natuerlich nicht an diesem Morgen, denn einer grosse Wolke beliebte es, sich vor den hoechsten Berg der Welt und die anderen Achttausender drumherum zu pflanzen. Aber wir haben beschlossen, allen zu erzaehlen, dass wir den Mount Everest gesehen haben. Die Wolke bleibt unser kleines Geheimnis.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/456336827_1c123e70e1.jpg" title="Poon Hill"><img vspace="10" align="left" width="206" src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/04/456336827_1c123e70e1.jpg?w=206&#038;h=191" hspace="10" alt="Poon Hill" height="191" style="width:206px;height:191px;" /></a>Das war also Sonnenaufgang Nr. 3. Wo ist eigentlich Nr. 2 geblieben? Ja, das nutze ich jetzt dramaturgisch geschickt fuer einen kleinen Rueckblick auf unseren achtaegigen Oster-Trek im Annapurna-Gebiet. Sonnenaufgang Nr. 2 erreignete sich naemlich auf 3200m Hoehe, Poon Hill. Los ging es um viertel vor fuenf, in einem atemberaubenden Tempo 600m steil bergauf, auf nuechternen Magen. Da macht sich die Hoehe schon bemerkbar. Man keucht, als waere man 60 Jahre aelter und wuerde gerade versuchen, den Eiffelturm hochzusteigen. Oben dann das uebliche &#8211; viele Leute, die &#8222;ah&#8220; und &#8222;oh&#8220; schreien, wenn sich die Sonne blicken laesst und ein atemberaubenden und diesmal auch sichtbares Gebirgspanorama &#8211; mit Annapurna I und Daulaghiri, beide unter den Top 10 der hoechtsten Berge der Welt &#8211; mit 8167m (7.) und 8091m (10.).</p>
<p>Der Trek war absolut genial. Beeindruckende Landschaft, nette Leute (wie ueberall in Nepal), dazu die Bewegung an der frischen Luft, nach drei Monaten Buerogefaengnis. Der Jomsom Trek ist einer der beliebtesten Treks in Nepal und entsprechend gut ausgebaut. In jedem Dorf gibt es Lodges und Hotels und mindestens eine &#8222;German Bakery&#8220; &#8211; deren Zimtschnecken und Apfelfstrudel so deutsch sind wie eine Pizza von Pizza Hut italienisch, aber doch ganz schoen gut schmecken, nach durchschnittlich sechs Stunden Berge kraxeln. Eigentlich muesste es auch Boulangerien geben, denn die Franzosen stellen die staerkste Gruppe der Annapurna-Trekker: 2700 in 2006, gefolgt von 2000 Israelis und 1900 Deutschen. Ueber Ostern waren es natuerlich besonders viele Deutsche und am Ostersonntag schallte es &#8222;Frohe Ostern&#8220; aus allen Richtungen. Wir haben ein hartgekochtes Ei nach Muktinath hochgetragen (3300m), ein wichtiger Pilgerort fuer Buddhisten und Hindus. In Sichtweite des Tempels wurde das notduerftig verzierte Ei dann verspeist &#8211; zusammen mit Buchweizenpfannekuchen und Sanddorn-Tee. Willkommen im multireligioesen Reformhaus Nepal.</p>
<p>Und wieder Zeitsprung. Nach 24 Stunden Bus- Rikscha- und Jeepfahrt sind wir in Darjeeling angekommen. Wir hatten kaum Zeit, Nepal zu vermissen, da waren wir schon wieder im Gebirge, schon wieder gab es Momos und vertraute Gesichter und Laute auf der Strasse. Darjeeling hat naemlich mal zu Nepal gehoert und hat bis heute eine grosse nepalesische Bevoelkerung. Und was macht man in Darjeeling? Natuerlich Tee trinken. Und zusehen, wie er gepflueckt wird. Farbenfroh gekleidete Frauen zupfen mit geschickten Fingern die obersten Blaetter der Teebuesche ab. Sie muessen 6 bis 8 kg am Tag abliefern, um ihr Gehalt von knapp 50 Rs zu bekommen, das ist weniger als ein Euro und knapp unter dem indischen Mindestlohn. Der beste Tee entsteht aus der ersten Ernte im April, weil fuer sie keinerlei Duengemittel und Pestizide verwendet werden. Die Blaetter werden erst getrocknet, auf exakt 26 Prozent ihres Fluessigkeitgehalts, dann gerollt und fermentieren anschliessend. Danach ist der Tee fertig und wird nach Feinheit bewertet &#8211; insgesamt gibt es vier Qualitaetsstufen. Natuerlich kann man den Premiumtee auch direkt auf der Plantage probieren. Er hat eine goldene Farbe und schmeckt natuerlich suess. Es reicht, die Blaetter 5 Sekunden ziehen zu lassen, und schon ist der Tee fertig. Natuerlich haben wir uns Tee aufschwatzen lassen &#8211; zu touristenmaessig uebertriebenen Preisen, naemlich den fuenffachen Tageslohn einer Teepflueckerin fuer 100g.</p>
<p>Und wieder ein Zeitsprung. Kolkata (Calcutta), 24 Stunden und eine angenehme Fahrt mit dem Nachtzug spaeter, 20 Grad waermer. Wir fuehlen uns wie Rueckkehrende in die Zivilisation &#8211; Taxis mit Beinfreiheit, Grosstadtfeeling und eine schnelle Internetverbindung. Kolkata hat 13 Millionen Einwohner und damit mehr als die Haelfte aller Nepalis (20 Millionen). Mehr aus Kolkata in den naechsten Tagen.</p>
<p>Ach ja: der erste McDonalds seit dreieinhalb Monaten.</p>
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		<title>FYI</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 09:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathmandu]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Monate sind um &#8211; die Praktikanten haben ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Am Freitag, 30.03.2007, um 15:15 endete die Dienstzeit. Davor gab es Apfelkuchen im Botschaftsgarten und der Kanzler hat die Sektkorken knallen lassen &#8211; einmal Brümmer, einmal Armanski. Die nächsten Praktikanten stehen schon auf der Matte. Ihre Vorteile: kürzere Sommerarbeitszeit, Feiertage (Ostern, Pfingsten, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=108&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/aufdentisch.jpg" title="Auf den Tisch"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/aufdentisch.jpg?w=249&#038;h=197" alt="Auf den Tisch" align="left" height="197" hspace="10" vspace="10" width="249" /></a>Drei Monate sind um &#8211; die Praktikanten haben ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Am Freitag, 30.03.2007, um 15:15 endete die Dienstzeit. Davor gab es Apfelkuchen im Botschaftsgarten und der Kanzler hat die Sektkorken knallen lassen &#8211; einmal Brümmer, einmal Armanski. Die nächsten Praktikanten stehen schon auf der Matte. Ihre Vorteile: kürzere Sommerarbeitszeit, Feiertage (Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt), keine Kälte. Ihre Nachteile: Hitze und Vorgänger, die man erstmal übertreffen muss, was Kompetenz, Intelligenz, Charisma und Busyness angeht&#8230;;-)</p>
<p>Die Praktikanten verabschieden sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.  Die Aussichten sind jedenfalls gut:</p>
<ul>
<li>11 Tage trekken (Jomsom Trek)</li>
<li>Wolfgangs Hochzeit feiern</li>
<li>2 Wochen Indien, ungefähre Route: Darjeeling &#8211; Kolkata &#8211; Varanasi &#8211; Agra &#8211; Jaipur &#8211; Delhi</li>
<li>Rückflug nach Deutschland: 2. Mai, Ankunft 3. Mai</li>
</ul>
<p>Das nur so zur Info und zum neidisch werden.</p>
<p>Was die allgemeine Lage in Nepal angeht: politisch passiert so gut wie NICHTS, trotzdem kommen immer wieder Menschen in diversen Auseinandersetzungen ums Leben, in Regierungskreisen wird hin- und herverhandelt (heute auch wieder), ob und wie die Maoisten sich an einer Übergangsregierung beteiligen sollen, während der vorgesehene Wahltermin im Juni immer unwahrscheinlicher wird. Dafür gibt es wieder Benzin. Der König verschwindet von den Banknoten und wird durch Buddha ersetzt, in den nepalesischen Pass kommt von nun an der Mt. Everest. Der Tourismus boomt, zumindest scheint es so. Die Hotels und Restaurants sind voll.  Und ohne Ende deutsche Touristen, die uns wahrscheinlich alle auf dem Trek begegnen werden *stöhn. Und wenn sie sich nicht an der Botschaft registriert haben, reden wir einfach mal nicht mit ihnen. No German, only Nepali.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/108/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=108&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Auf den Tisch</media:title>
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		<item>
		<title>Freunde</title>
		<link>http://vonwegenweisheit.wordpress.com/2007/03/27/freunde/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 08:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathmandu]]></category>

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		<description><![CDATA[ Der Name auf der Torte soll eigentlich Kerstin  heißen, die ist nämlich am Samstag 25 geworden. Aber die Zuckerbäcker vom New Orleans Cafe hatten so ihre Schwierigkeit mit dem Namen, so dass die Schokobombe nun an einen Menschen namens &#8222;Qrutschin&#8220; oder so ähnlich adressiert war. &#8222;Qrutschin&#8220; ist aber den ganzen Abend nicht aufgetaucht, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=98&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/geburtstagstorte.jpg" title="Torte"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/geburtstagstorte.jpg?w=248&#038;h=187" alt="Torte" align="left" height="187" hspace="10" vspace="10" width="248" /></a> Der Name auf der Torte soll eigentlich Kerstin  heißen, die ist nämlich am Samstag 25 geworden. Aber die Zuckerbäcker vom <em>New Orleans Cafe</em> hatten so ihre Schwierigkeit mit dem Namen, so dass die Schokobombe nun an einen Menschen namens &#8222;Qrutschin&#8220; oder so ähnlich adressiert war. &#8222;Qrutschin&#8220; ist aber den ganzen Abend nicht aufgetaucht, so dass wir die Torte dann eben doch gegessen haben. Sie hat locker für die ganze Geburtstagsgesellschaft gereicht &#8211; etwa 15 Personen (ohne &#8222;Qrutschin&#8220;).</p>
<p>Drei Monate, 15 Freunde &#8211; wann das mal keine schlechte Ausbeute ist. Im Folgenden ein paar kurze Portraits, nur so als Eindruck über die Leute, mit denen man als Botschaftspraktikantin in Kathmandu so abhängt.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/sudesh.jpg" title="Sudesh"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/sudesh.jpg?w=181&#038;h=208" alt="Sudesh" align="left" height="208" hspace="10" vspace="10" width="181" /></a>Um dem Spender der Torte die Ehre zu geben, beginnen wir mit Sudesh. Sudesh ist Mitte 30 und der Besitzer des <em>New Orleans</em>, eines der besten Restaurants in Thamel. Sudesh spricht perfekt Englisch, trotzdem kann die Kommunikation mit ihm etwas schwierig sein, z.B. dann, wenn er einfach mal nicht auf Fragen antwortet. Jeden Sonntag Abend spielt er Gitarre, beim &#8222;Live Fusion Jazz&#8220;. Er moderiert durch den Abend und begrüßt die Gäste, die er persönlich kennt, mit Namen. Das sind ungefähr zwei Drittel. Sudesh ist nicht verheiratet, keine Freundin. Wahrscheinlich, weil er an Frauen einen genauso hohen Anpruch stellt wie an die Qualität des Essens. Nur zwei andere Restaurants können es mit dem <em>New Orleans </em>aufnehmen, sagt Sudesh. Man möchte ihm fast zustimmen.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/mingmar.jpg" title="Mingmar"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/mingmar.jpg?w=157&#038;h=208" alt="Mingmar" align="left" height="208" hspace="10" vspace="10" width="157" /></a>Mingmar kann nicht Gitarre spielen, hat aber dafür eine Reiseagentur und ein Auto, mit dem Sudesh und er durch die Gegend cruisen &#8211; und manchmal in Sanepa halten, um uns einzusammeln. Mingmar wohnt in der Nähe des Königspalasts, aber er will nicht zugeben, dass er mit dem ollen Monarchen auf Du steht &#8211; trotz wiederholter Unterstellungen unsererseits. Gerade baut Mingmar eine Software-Firma auf. Warum auch nicht, auf einem Bein kann man schließlich nicht stehen, geschweige denn laufen. Offenbar sind nepalesische Geschäftsleute nicht zufrieden, wenn sie nur ein <em>Business</em> haben. Mingmar ist auch nicht verheiratet, dabei finden wir, dass er ein super Familienvater wäre. Wahrscheinlich steht Mingmar eher auf westliche Frauen. Aber für die ist er einfach zu nett. LeserINNEN, ihr versteht, was ich meine.</p>
<p>Verlobt, aber noch nicht verheiratet, sind Wolfgang und Linda. Er arbeitet in der Registratur der Botschaft, will mit dem Rauchen aufhören und steht auf klassische Rockmusik. In seinem Garten gibt es einen Sai Baba Tempel. Morgens ist Wolfgang so muffelig, dass seine Akten gesprächiger sind. Sie arbeitet an der australischen Botschaft, ist demzufolge Australierin, verträgt Unmengen an Alkohol und hat einen 14jährigen Sohn, der zu ihrer Betrübnis mit tibetischen <em>rich Kids</em> abhängt und Unsinn abstellt. Bei einem Feuerzangenbowleabend im Januar haben Wolfgang und Linda ihre Verlobung verkündet. Seitdem laufen Wetten, ob sie &#8222;es&#8220; nun tun werden oder nicht. Wolfgang wird in ein paar Wochen auf seinen neuen Posten in Uganda versetzt und Linda kommt mit. Hoffentlich.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/rushmi.jpg" title="Rushmi"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/rushmi.jpg?w=150&#038;h=198" alt="Rushmi" align="left" height="198" hspace="10" vspace="10" width="150" /></a>Die Person, die Kerstin als erste gratuliert hat, war Rushmi. Da hatte sie schon einige Wodka intus, hat aber trotzdem noch kräftig mit uns reingefeiert. Rushmi röhrt mit einer rauchigen Rockstimme Freitagsabend in einer Bar. Sie spricht ein fast perfektes American English und will auch in den USA studieren. Bald. Irgendwo. Keine Ahnung was. Das wird ein super Visa-Interview&#8230; Rushmis Freund hat einen Shop für Autoteile. Die beiden trennen sich und kommen wieder zusammen in regelmäßigen Abständen. Und da wäre noch der Besitzer der Bar, der Rushmi unübersehbar anhimmelt, wenn sie singt. Auch ein heißer Kandiadat? Das klingt jetzt nach ARD-Vorabendprogramm, ich weiß. In den USA lernt Rushmi dann einen Dot.com-Milliardär kennen, der sein Vermögen in Nepal investiert und alles wird gut. Das klingt jetzt nach Hollywood.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/thomas-und-anja.jpg" title="Thomas und Anja"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/thomas-und-anja.jpg?w=193&#038;h=147" alt="Thomas und Anja" align="left" height="147" hspace="10" vspace="10" width="193" /></a>Nun zur Abwechslung mal wieder was Deutsches. Thomas. Thomas ist ziemlich groß, für nepalesische Verhältnisse ist er ein Gigant. Schuhe muss er importieren oder anfertigen lassen. Thomas arbeitet für die GTZ und hat noch zwei Wochen, um seine Doktorarbeit fertig zu machen (Geographie, FU Berlin). Sein Vergleichsland zu Nepal ist &#8222;Mongo&#8220;, die Mongolei, wo er vorher war.  Er wohnt quasi &#8222;umme Ecke&#8220; von uns in einem Riesenhaus mit blauen Fensterläden und viel Terasse. Zum Glück wohnt er da nicht alleine, sondern mit seiner Freundin, Anja. Anja wartet auf einen Referendariatsplatz in Berlin und unterrichtet in der Zwischenzeit in Nepal. Ich finde, das sollten alle deutschen Lehrer mal machen.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/elefantenrunde.jpg" title="Elefantenrunde"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/elefantenrunde.jpg?w=228&#038;h=196" alt="Elefantenrunde" align="left" height="196" hspace="10" vspace="10" width="228" /></a>Unterrichtet haben auch unsere Elefantenfreunde, Noortje und Bram aus Holland. Die beiden waren &#8222;Volunteers&#8220;, d.h. sie haben für mit ohne Geld kleine Nepalis unterrichtet. Bram hat für die Vermittlung des Platzes durch eine Agentur sogar 1300 Euro abgedrückt. Tse, diese Holländer. Noortje isst mit Vorliebe Joghurt mit Früchten (Diät) und geht shoppen, während Bram auch mal einen ganzen Tag im Kaffeehaus vertrödelt und gar nichts macht. Oder er sitzt in der Badewanne in seinem Lieblingshotel, raucht Zigarillos und sieht fern.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/dipesh.jpg" title="Dipesh"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/dipesh.jpg?w=159&#038;h=211" alt="Dipesh" align="left" height="211" hspace="10" vspace="10" width="159" /></a>Dipesh werden wir ab dem 1. April (sein Geburtstag!) jeden Tag sehen. Er ist nämlich unser Guide für den Jomsom-Trek.  Er hat alles organisiert, so dass wir nur noch hinter ihm her laufen müssen. Dipesh war mal Mr. Bakthapur (sein Heimatort), wie wir aus zuverlässiger Quelle wissen. Gut vorstellbar, mit seinen geölten glänzenden Haaren und schicken Kleidern. Er ist eher ein ernsthafter Typ und sehr zuverlässig.  Ein Hund eben, so wie Kerstin und ich. Nach dem chinesischen Kalender haben wir nämlich alle drei das gleiche Sternzeichen (Jahrgang 1982, ab Februar). Drei Hunde on tour in den Bergen&#8230;das wird ein Hundsspaß, wau!</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/matthias.jpg" title="Matthias"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/matthias.jpg?w=157&#038;h=208" alt="Matthias" align="left" height="208" hspace="10" vspace="10" width="157" /></a>Der Mensch, der garantiert als letzter die Party verlässt, heißt Matthias. Er hat erst mit 22 angefangen, Alkohol zu trinken (sagt er) und kann vielleicht deswegen nicht wirklich aufhören. Matthias war vor zwei Jahren sechs Monate als Referendar an der Botschaft. Matthias ist unser Praktikanten-Kummerkasten, denn er weiß, wovon wir reden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Und es hat ihm so gut in Nepal gefallen, dass er als fertiger Jurist zurückgekommen ist. Er ist jetzt Entwicklungshelfer beim DED (Deutscher Entwicklungsdienst) und gerade bei einer nepalesischen Familie zum Intensiv-Sprachkurs. Matthias&#8217; bevorzugte Foto-Pose: der Denker.</p>
<p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/kabina.jpg" title="Kabina"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/kabina.jpg?w=143&#038;h=209" alt="Kabina" align="left" height="209" hspace="10" vspace="10" width="143" /></a>Auf Nepals Schönheitsfront trat an diesem Abend Kabina für die weibliche Seite an, eine Freundin von Daniela, die Kabinas Bruder kennen gelernt hat, als beide in Doha auf das Flugzeug nach Kathmandu gewartet haben. Der Bruder war diesmal auch dabei, denn anständige nepalesische unverheiratete Mädchen gehen abends nicht einfach mal so alleine weg. Auch, wenn sie 29 sind. Kabina macht eigentlich nicht viel. Sie kümmert sich um ihre alte Großmutter und will Kleidung entwerfen und schneidern &#8211; irgendwann mal, vielleicht. Ihr Bruder ist in Deutschland. Sie möchte ihn gern besuchen, auch, weil sie einen Herzfehler hat, der in Deutschland besser operiert werden kann. Leider gibt es keine großen Hoffnungen auf ein Visum &#8211; zu jung, zu unverheiratet, zu arbeitslos, zu hübsch. Wir würden Kabina gerne mit Mingmar verkuppeln, aber leider hat er (noch) nicht angebissen.</p>
<p>Und nun die Gruppe derjenigen, die wir nur oberflächlich oder gar nicht kennen, die aber trotzdem da waren&#8230;</p>
<p>- ein Engländer (Joe, Jack, John?), Fotograf, seit vielen Jahren in Nepal. Er vermisst seine Heimat nicht, nur das englische Bier. Ihr wisst schon, ohne Kohlensäure, Zimmertemperatur.</p>
<p>- Deepak, in dessen Hotel in Dulikhel wir auf der Fahrradtour übernachtet haben. Komischer Typ, ist gleich wieder gegangen.</p>
<p>- Ann, Belgierin, hatte am gleichen Tag Geburtstag. Auf der Suche nach einem großen Nepali. Viel Erfolg&#8230;</p>
<p>&#8230;und diejenigen, die abwesend waren und mehr oder weniger vermisst wurden.</p>
<p>- Ranjit: ist immer noch im Hyatt</p>
<p>- Deepak: netter Trekkingladenbesitzer, der einen 12jährigen Rikschafahrer bei sich aufgenommen hat und ihm die Schulausbildung bezahlt. Deepak verkauft uns seine Sachen zum <em>Nepali Price</em>, was sehr freundlich von ihm ist. Leider war Deepak an dem Abend krank.</p>
<p>- Shree: haben halb mit seinem plötzlichen Auftreten gerechnet. Aber er ist wohl doch lieber in Spanien geblieben, auch wenn es hier inzwischen wohl genauso warm ist wie dort.</p>
<p>- Daniela: wurde schmerzlich vermisst, das professionelle Geburtstagsständchen hätte den Abend perfekt gemacht</p>
<p>- &#8222;Qrutschin&#8220;: kennen wir nicht, aber wir haben seine/ihre Torte gegessen</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/98/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=98&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Royalistische Verschwörung</title>
		<link>http://vonwegenweisheit.wordpress.com/2007/03/23/royalistische-verschworung/</link>
		<comments>http://vonwegenweisheit.wordpress.com/2007/03/23/royalistische-verschworung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2007 02:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathmandu]]></category>

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		<description><![CDATA[Prachanda bekommt einen Anruf von seiner Frau.
Sie: &#8222;Du, Pushpa-Bär, ich muss Dir was sagen!&#8220;
Er: &#8222;Ja, was ist denn los, Genossin Ehefrau?&#8220;
Sie: &#8222;Ich bin schwanger&#8230;&#8220;
Er: &#8222;Da steckt bestimmt der König dahinter!&#8220;
    Ein weiterer Grund für die Einführung der Republik.
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=97&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Prachanda bekommt einen Anruf von seiner Frau.</p>
<p>Sie: &#8222;Du, Pushpa-Bär, ich muss Dir was sagen!&#8220;</p>
<p>Er: &#8222;Ja, was ist denn los, Genossin Ehefrau?&#8220;</p>
<p>Sie: &#8222;Ich bin schwanger&#8230;&#8220;</p>
<p>Er: &#8222;Da steckt bestimmt der König dahinter!&#8220;</p>
<p> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   Ein weiterer Grund für die Einführung der Republik.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/97/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=97&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>The Art of Bandha</title>
		<link>http://vonwegenweisheit.wordpress.com/2007/03/20/the-art-of-bandha/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2007 08:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathmandu]]></category>

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		<description><![CDATA[Um es einfach mal gesagt zu haben: manchmal spinnen sie, die Nepalesen. Vor allem, wenn sie streiken, einen Bandh abhalten. Das machen sie in letzter Zeit immer häufiger. Bei einem Bandh ist immer irgendetwas geschlossen, das ist auch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes. Bandhs werden angekündigt oder treten spontan auf, aus ganz unterschiedlichen Günden. Machmal [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=95&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/bandh.jpg" title="Bandh"><img src="http://vonwegenweisheit.files.wordpress.com/2007/03/bandh.jpg?w=233&#038;h=176" alt="Bandh" align="left" height="176" hspace="10" vspace="10" width="233" /></a>Um es einfach mal gesagt zu haben: manchmal spinnen sie, die Nepalesen. Vor allem, wenn sie streiken, einen <em>Bandh </em>abhalten. Das machen sie in letzter Zeit immer häufiger. Bei einem <em>Bandh </em>ist immer irgendetwas geschlossen, das ist auch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes. <em>Bandhs </em>werden angekündigt oder treten spontan auf, aus ganz unterschiedlichen Günden. Machmal weiß auch einfach niemand, warum eigentlich gestreikt wird. Aber es fahren auf einmal keine Taxis und Busse mehr und auf den Straßen hängen Jugendliche ab, die mit Steinen und Stöcken rumfuchteln. Früher oder später zündet jemand Autoreifen an, denn das erregt Aufmerksamkeit und sieht gefährlich aus. Und erhöht das Krebsrisiko der Umstehenden um 100%.</p>
<p>Heute ist <em>Bandh</em>, weil die Maoisten einen Hotelier verprügelt haben, der seine Erpressungssumme nicht zahlen wollte. In Reaktion darauf hat die &#8222;Business community&#8220;, vertreten durch die Federation of Nepalese Chamber of Commerce and Industries (FNCCI) aus Protest einen unbefristeten <em>Bandh </em>erklärt. Infolgedessen wird heute in den Fabriken nichts produziert, in den Schulen wird nichts gelernt und auf den Straßen fahran kaum Autos. Ab und an fällt das Internet aus, das gehört angeblich auch zum <em>Bandh</em>.</p>
<p>Letzte Woche war ein lokaler <em>Bandh, </em>weil an einer Kreuzung in der Nähe der Botschaft ein Kind überfahren worden ist. Reaktion: Autoreifen anzünden und Stress schieben. Das macht das Kind aber auch nicht wieder lebendig. ImTerai, im Süden, ist auch wieder bzw. immer noch  irgendwas los, jedenfalls gibt es wieder kein Benzin.</p>
<p>Manchmal gibt es auch einen <em>Bandh</em> gegen den <em>Bandh</em>. Einsichtige Nepalis geben zu, dass <em>Bhands</em> eigentlich ganz schön nerven können und nicht unerheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten, vor allem, wenn der Streik mehrere Tage oder Wochen andauert. Und wie bringt man seine Kritik am <em>Bandh</em> am besten zum Ausdruck? Na klar, mit einem <em>Bandh</em>! Der oberste Gerichtshof in Indien hat <em>Bandhs</em> schlicht und einfach verboten, weil sie den Alltagsablauf in erheblichem Ausmaß stören &#8211; anders als etwa eine normale Demo. Aber in Nepal gibt es keinen Obersten Gerichtshof, zumindest keinen mit genug Autorität und Glaubwürdigkeit. Zumindest nicht, bevor nicht gewählt wurde. Und bis dahin wird Wahlkampf betrieben &#8211; mittels <em>Bandh</em>.</p>
<p>Und dann gibt es noch die Fälle,  von denen man nicht weiß, ob es sich um einen <em>Bhand</em> oder einfach nur um Normalität handelt. Zum Beispiel die 6 Stunden Stromausfall am Tag, im April sollen es 12 werden. Oder die Wasserversorgung. Roshana steht momentan immer mitten in der Nacht auf, weil die Wassergesellschaft behauptet, sie würde um 3 Uhr Wasser ins System pumpen. Und weil Roshanas elektrische Pumpe zu schwach ist, muss sie das per Hand machen &#8211; wie die meisten Nachbarn auch. Um drei Uhr gehen also überall die Lichter an und alle sind bereit. Und was kommt nicht? Natürlich, das Wasser. Ist das nun einfach gemein? Oder ein Zufall? Oder gar ein <em>Bandh</em>? In Nepal kann man nie wissen&#8230;</p>
<p><em>Bandhs </em>können auch ansteckend sein. Ein Botschafts-<em>Bandh</em> wird in den Mittagspausen mit glänzenden Augen diskutiert, vor allem wenn die Sonne scheint. Warum sollen alle in Kathmandu in der Sonne auf nahezu verkehrsfreien Straßen schlendern und Eiscreme schlecken, während wir in der Botschaft sitzen und Akten stemmen? Ach ja, Beamte dürfen ja nicht streiken, schade. Aber Praktikanten, oder?</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/vonwegenweisheit.wordpress.com/95/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=vonwegenweisheit.wordpress.com&blog=438146&post=95&subd=vonwegenweisheit&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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